Schweiz und Europa

Die Schweiz ist keine Insel. Wie jedes Land definiert sie sich auch aus ihren Beziehungen zu anderen Ländern, allem voran der Europäischen Union. Die Blockadepolitik der letzten Jahre muss abgelöst werden durch eine konstruktive und lösungsorientierte Politik.

Wir stehen vor wichtigen Weichenstellungen in unserem Verhältnis zu Europa. Mit dem Rahmenabkommen verfügen wir über eine gute Grundlage, um die bilateralen Verträge, von denen wir in den vergangenen Jahren enorm profitiert haben, in die Zukunft zu führen. Es ist zentral für die Schweiz, dass sich Bundesrat, Parlament, Arbeitgeber und Sozialpartner bald zu einer Lösung zusammenraufen.

Ich möchte nach Bern als Vertreterin einer modernen, urbanen Schweiz. Ich möchte mich für eine Schweiz stark machen, die sich als Teil der Welt versteht, als Land, das sich an internationale Spielregeln hält und sich nicht primär darin gefällt, etwas Besonderes zu sein.

 

Die Basis unseres Wohlstandes ist eine international vernetzte Wirtschaft und die Grundlage für unseren guten Ruf in der Welt ist die humanitäre Schweiz als Land mit Sitz von internationalen Organisationen.

Unser Image hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten tiefe Kratzer erhalten, da wir zu wenig bereit waren, uns an internationale Spielregeln zu halten. Ich möchte dazu beitragen, dass wir selbstbewusst unsere Interessen vertreten und gleichzeitig einsehen, dass unsere Interessen langfristig auch darin liegen, zugunsten einer guten Zusammenarbeit mit anderen Ländern Kompromisse einzugehen.

Gegen Populismus und menschenverachtenden Nationalismus müssen wir uns mit Nachdruck wehren, wenn wir eine sachliche Diskussion über Globalisierung und Protektionismus führen wollen, und daran müssen alle wohlmeinenden Kräfte ein Interesse haben. Denn eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Legislatur wird die Klärung unseres Verhältnisses zu Europa sein. Ich wäre glücklich, daran mitwirken zu dürfen.