Die Basis für alle unsere gesellschaftlichen Bemühungen ist eine intakte Umwelt. Ich begrüsse den zunehmenden Bewusstseinsprozess, auch wenn er spät kommt. Ich trete ein für eine Kombination von Verhaltensänderung, ohne ideologisch zu sein, für Subventionen und gesetzliche Gebote und Verbote und Lenkungsabgaben, für eine wirksame CO2-Steuer und Abgaben auf Flugtickets.
Ich gehöre zur ersten Generation der Joghurt-Deckeli-Sammlerinnen der 70er und 80er Jahre, der Konsumentinnen (und Verkäuferinnen) von Dritte-Welt- und Bioprodukten, «Jute statt Plastik!», ich habe mich mit Produzenten von Bio-Reis in der Estremadura getroffen und den Herstellern von Bio-Cremen aus Soglio im Bergell.
Mit Verhaltensänderung bei Konsum und Ernährung können wir viel zur Verbesserung unseres ökologischen Fussabdrucks beitragen, ohne dass unser bequemes Leben allzu stark beeinträchtigt wird.
Für eine wirksame Bremsung des Klimawandels braucht es zusätzlich stärkere unverbindliche Massnahmen, wie sie das fortschrittliche Energiegesetz von Basel-Stadt vorsieht: Beispielhaft erwähnt seien Subventionen für erneuerbare Energien; eine wirksame CO2-Abgabe, bei der zwei Drittel der Abgabe an die Bevölkerung zurückerstattet wird; ein Verbot von neuen fossilen Heizungen, den Ausbau von Fernwärme und Wasserkraft und die Förderung von Wind- und Solarenergien.
«Klimawandel kostet uns etwas», hat Doris Leuthard, die frühere Vorsteherin des UVEK gesagt. Warten ist keine Option. Eine Verminderung der Treibhausgase kommt uns fünfmal billiger, als die späteren Klimaschäden zu bezahlen.