Gleichstellung

Die tatsächliche Gleichstellung der Frauen ist mir ein grosses Anliegen. Denn Frauen sind in unserer Gesellschaft nach wie vor benachteiligt: In der Arbeitswelt, bei den Sozialwerken und im privaten Bereich. Auch wenn zweifellos Fortschritte gemacht wurden, weist die tatsächliche Gleichstellung noch grosse Lücken auf.

Lohnungleichheit und Untervertretung von Frauen in Führungspositionen sind messbare Ungleichheiten und für deren Beseitigung werde ich mich weiterhin mit Vehemenz und wirksamen Instrumenten einsetzen.

Immer mehr und immer besser ausgebildete Frauen können und sollen ihren Teil zur Bewältigung des Fachkräftemangels leisten.

Um die Anreize dafür zu verbessern, sollte die Individualbesteuerung eingeführt werden. Die aktuelle Diskussion über die Beseitigung der Heiratsstrafe sollte als Gelegenheit genutzt werden für diese grundsätzliche Reform.

Um den Anteil von Frauen in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten zu steigern, sind Quoten als Übergangsinstrument sinnvoll.

Frauenförderung ist für mich nicht nur ein Lippenbekenntnis: Vergangenen Dezember hat die erste Steuerverwalterin von Basel-Stadt ihre Arbeit aufgenommen. Damit besteht die Geschäftsleitung des Finanzdepartementes zu 40% aus Frauen.

Basel-Stadt hat 2014 als erster und bislang einziger Kanton eine Geschlechterquote bei den Auf­sichts- und Strategiegremien der staatsnahen Betriebe eingeführt. Dies übri­gens sehr erfolgreich. Fünf Jahre nach der Ein­führung ist die Geschlechterquote bei allen öffentlichen Unternehmen erfüllt. Der Frauenanteil in den vom Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt be­stellten Sitzen in Aufsichtsgremien von staatsnahen Betrie­ben liegt neu bei 42,3%, er übertrifft also die geforderte Drittelsquote bei weitem. Es hat sich gezeigt, dass es kein Problem war, qualifizierte Frauen zu finden.
 
Lohngleichheit: der Arbeitgeber Basel-Stadt verfügt über ein regelmässiges Chancengleichheitsreporting mit Zielsetzungen für die einzelnen Departemente. Dabei wird auch die Ein­haltung der Lohngleichheit von Frau und Mann regelmäs­sig überprüft, 2016 hat der (unerklärte) Lohnunterschied noch 2,4% ausgemacht.  
 
Eine sichere Altersvorsorge für Frauen sichert ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit, dafür braucht es Fortschritte bei der Lohngleichheit und eine bessere Berücksichtigung der Betreuungsarbeit. Dafür werde ich mich in Bern stark machen.