Altersvorsorge

Die Altersvorsorge sehe ich als eines der wichtigsten Geschäfte der nächsten Jahre. Es wird eine Herkulesaufgabe sein, unsere sozialen Errungenschaften in die Zukunft zu retten und dabei auch für unsere Nachkommen finanzierbar zu halten.

Wir werden immer älter, das Verhältnis von Aktiven zu Rentnerinnen und Rentnern verschlechtert sich zunehmend, die Finanzierungslücke der AHV wächst und in der 2. Säule findet zunehmend eine Umverteilung von der jüngeren zur älteren Generation statt.

Globalisierung und Digitalisierung verändern unsere Arbeitswelt zusätzlich – wie sichern wir die schweizerischen Sozialwerke, die Basis unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts angesichts dieser Veränderungen?

Mit der Annahme der AHV-Steuervorlage (STAF) am 19. Mai 2019 haben wir etwas Zeit gewonnen für die Ausarbeitung einer guten Altersreform. Wir brauchen eine Lösung, die die Bedeutung der AHV, unseres wichtigsten Sozialwerks, respektiert und sie gleichzeitig reformiert. An solchen neuen Lösungen möchte ich als Ständerätin mitarbeiten.


Massnahmen zur Verbesserung der Lohngleichheit von Frauen und Männern müssen zentraler Bestandteil dieser Reform sein. Solange die Löhne der Frauen tiefer sind und ihre Renten entsprechend tiefer, ist eine Angleichung des Rentenalters nicht akzeptabel.

Die Finanzierung muss eine Mischlösung sein aus Erhöhung der Mehrwertsteuer (damit auch Rentnerinnen und Rentner mitzahlen), Lohnprozenten und Steuermitteln.